Häufige Fragen – FAQ
Worauf basieren unsere Vermittlungsbedingungen?
Unsere Vermittlungsbedingungen zur tiergerechten Haltung von Farbratten orientieren sich in großen Teilen an den Vorgaben des VdRD e.V.: Der Verein der Rattenhalter und Rattenliebhaber Deutschlands setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Bedürfnissen dieser Tierart auseinander. Ihre Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und einem fundierten Verständnis für das Verhalten und die Ansprüche von Farbratten in menschlicher Obhut.
Diese Standards gehen deutlich über das hinaus, was das deutsche Tierschutzgesetz vorgibt. Die gesetzlichen Mindestanforderungen in Deutschland reichen bei Weitem nicht aus, um den komplexen physischen, sozialen und psychischen Bedürfnissen von Farbratten gerecht zu werden.
Wir haben die Verantwortung für das Wohlergehen unserer Schützlinge – auch über den Vermittlungszeitpunkt hinaus. Deshalb orientieren wir uns an dem, was sich in der Praxis bewährt hat, sich mit dem evidenzbasierten Wissen über Farbratten deckt und als allgemeiner Konsens gilt.
Unsere Vorgaben reflektieren die Standards, auf die sich der VdRD sowie die meisten der etablierten Rattenhilfen Deutschlands geeinigt haben.
Die Erkenntnisse zur tiergerechten Haltung von Farbratten entwickeln sich stetig weiter – und auch wir lernen dazu. Unser Maßstab an uns selbst ist, dass wir unsere Haltung, sowie unsere Vermittlungsbedingungen an die aktuellen, fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Farbratten anpassen.
Was ist ein Schutzvertrag?
Ein Schutzvertrag regelt die Übernahme der Ratten durch Adoptant*innen. Er ist uns wichtig, weil er dazu beiträgt, das Wohlergehen der Tiere zu gewährleisten und sicherzustellen, dass sie in ein liebevolles und geeignetes Zuhause kommen. In einem Schutzvertrag werden die Bedingungen und Verpflichtungen festgelegt, die die Adoptant*innen erfüllen müssen. Dies ist beispielsweise die Verpflichtung, die Tiere artgerecht zu halten, bei Krankheit einen Tierarzt aufzusuchen, die Tiere nicht an andere zu verkaufen oder zu verschenken, und sich im Falle von Problemen oder unvorhergesehenen Umständen bei uns zu melden.
Auch für die Adoptant*innen bedeutet er Sicherheit, da wir in unserem Schutzvertrag garantieren, immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn Unterstützung benötigt wird. Und auch, unsere Tiere immer zurück zu nehmen, wenn dies gewünscht wird.
Warum verlangt ihr eine Schutzgebühr?
Die Schutzgebühr im Tierschutz dient dazu, die Kosten zu decken, die bei der Betreuung und Unterbringung der vermittelten Tiere im Vorfeld entstanden sind und hilft somit dabei, dass Tierschutzorganisationen ihre Arbeit fortsetzen und die Tiere in ihrer Obhut angemessen versorgen können. Die Schutzgebühr kann somit auch als Spende an die Tierschutzorganisation verstanden werden, um deren Arbeit zu unterstützen.
Kostenfaktoren sind unter anderem:
Tierarztkosten:
Tierschutzorganisationen tragen hohe Kosten für tierärztliche Untersuchungen, Operationen, Kotproben und andere medizinische Behandlungen ihrer Schützlinge.
Futter- und Unterbringungskosten:
Darunter fallen bei Farbratten neben Trocken- und Frischfutter auch Brei, Leckerlis, Stromkosten, Heizkosten, um die Temperatur im Raum auch im Winter konstant zu halten, sowie Einrichtungsgegenstände, Nistmaterial für Käfig und Auslauf und die Gehege an sich.
Transportkosten:
Die Bezinkosten der Rattenhilfe Süd betragen mehrere Tausend Euro im Jahr und machen somit einen erheblichen Anteil der Kosten aus, die wir stemmen müssen.
Darüber hinaus dient eine Schutzgebühr auch und vornehmlich dazu sicherzustellen, dass die Adoptant*innen ernsthaft an der Adoption interessiert und sich der notwendigen Verantwortung, die ein Haustier erfordert bewusst sind. Die Bereitschaft, eine Schutzgebühr zu zahlen und einen Schutzvertrag zu unterschreiben zeigt, dass die Adoption keine impulsive Handlung ist, sondern eine ernsthafte Entscheidung, die mit finanziellen (und vielen weiteren) Verpflichtungen einhergeht.
Schutzgebühren decken die Kosten, die im Tierschutz anfallen, leider bei weitem nicht ab.
Warum hat mich die Pflegestelle im Adoptionsgespräch nach meiner finanziellen Situation gefragt?
Die tiergerechte Haltung von Farbratten ist sehr teuer und kostet nicht selten einen etwa vierstelligen Betrag im Jahr. Zu einer verantwortungsvollen Vermittlung gehört es, dass wir sicherstellen, dass du dir darüber im Klaren bist und die nötigen finanziellen Mittel hast, um den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Insbesondere Tierarztkosten werden hierbei oft stark unterschätzt. Wir sprechen dieses Thema daher frühzeitig transparent an.
Kann ich die Tiere vorher kennenlernen?
Das kommt ganz darauf an, um welche Tiere es sich handelt und auf welcher Pflegestelle sie aktuell leben. Nicht alle unserer ehrenamtlichen Pflegestellen können regelmäßig Zeit für Probekuscheln aufbringen, hierfür bitten wir um Verständnis.
Wenn du dich für bestimmte Tiere interessierst, prüfen wir gerne, ob wir einen persönlichen Besuch möglich machen können, wenn du das möchtest
Unsere Pflegestellen bieten Probekuscheln in der Regel nur dann an, wenn ernsthaftes Interesse an der Adoption der betreffenden Tiere besteht und wir im Vermittlungsprozess bereits fortgeschritten sind. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir keine „Ratten-Kuscheltermine“ anbieten, wenn kein Adoptionsinteresse besteht: Da wir alle rein ehrenamtlich arbeiten, müssen wir unsere Zeit gut einteilen und unsere Kapazitäten dort einsetzen, wo unsere Tiere auch tatsächlich in ein neues Zuhause ziehen könnten.
Falls ein persönlicher Besuch nicht möglich sein sollte, stellen wir euch selbstverständlich Videos und Bilder der Tiere zur Verfügung und beantworten gerne all eure Fragen.
Wie kommen die Tiere zu mir?
Die Tiere werden in der Regel von dir bei der Pflegestelle abgeholt oder von der Pflegestelle zu dir gebracht. Ein persönliches Kennenlernen für das Adoptionsgespräch ist uns wichtig.
Muss ich jemanden unangekündigt in meine Wohnung lassen?
Wenn wir uns dafür entscheiden, dir Tiere anzuvertrauen, sind wir mit dir bereits über einen längeren Zeitraum in engem Austausch gewesen und du hast uns bereits davon überzeugt, dass die Tiere bei dir ein tolles Leben führen werden, in dem es ihnen an nichts fehlt. Da wir mit all unseren Adoptant*innen nach der Adoption in Kontakt bleiben und wir Ansprechpartner*innen bei aufkommenden Fragen, etwaigen Problemen und allem weiteren, was die von uns adoptieren Tiere betrifft sind, hältst du uns sowieso über unsere Schützlinge auf dem laufenden. Sollten nachträglich erhebliche Zweifel aufkommen, dass die Tiere bei dir in guten Händen sind, behalten wir uns vor, die Haltungsbedingungen vor Ort zu überprüfen. Das ist ein fester Bestandteil unseres Schutzvertrags. Hierbei handelt es sich jedoch um absolute Ausnahmefälle.
Was tue ich, wenn mein Rudel unter vier Tiere sinkt?
Unterschreitet die Anzahl der Tiere im Rudel vier oder droht sie durch Krankheit oder Alter in naher Zukunft zu unterschreiten, muss rechtzeitig für eine Erweiterung des Rudels gesorgt werden, sodass die Anzahl der Tiere nicht länger als wenige Wochen (Integrationszeitraum) die Mindestanzahl von vier Tieren unterschreitet. Bei Aufgabe der Rattenhaltung muss bereits frühzeitig nach einer Möglichkeit gesucht werden, dass die letzten drei Tiere in ein neues Zuhause umziehen können und somit die Rudelhaltung weiterhin gewährleistet ist. Gerne unterstützen wir dich dabei.
Bekomme ich eine Spendenbescheinigung?
Spenden an unseren Verein sind steuerlich absetzbar, da wir gemeinnützig sind.
Ab einem Betrag von 300 Euro stellen wir dir gerne eine Spendenquittung aus. Darunter reicht deinem Finanzamt in der Regel der Überweisungsbeleg.
Was ist die 1-Euro-Dauerauftrag-Aktion?
Tierschutz ist Teamarbeit – und selbst kleine Beträge bewirken Großes.
Ein Dauerauftrag über 1, 2 oder gar 5€ im Monat ist für viele kaum spürbar, für uns aber eine enorme Entlastung.
Geht auch eine Überweisung via Paypal?
Wir haben uns bewusst gegen ein Paypal-Vereinskonto entschieden, da uns deren Abgabegebühr für gemeinnützige Organisationen nicht fair erschien. Wir möchten, dass 100 % deiner Spende den Tieren zugutekommt – und nicht einem Bezahldienstleister.
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